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Zu Viel Eisen Im Körper


Zu Viel Eisen Im Körper

Zu viel Eisen im Körper, medizinisch als Hämochromatose oder Eisenüberladung bezeichnet, bedeutet, dass sich im Körper eine übermässige Menge an Eisen ansammelt. Eisen ist zwar ein lebenswichtiges Mineral, das für viele Körperfunktionen benötigt wird, aber ein Zuviel davon kann schädlich sein.

Wie kommt es zu Eisenüberladung? Es gibt verschiedene Ursachen. Die häufigste ist die hereditäre Hämochromatose, eine genetische Erkrankung, bei der der Körper zu viel Eisen aus der Nahrung aufnimmt. Andere Ursachen können wiederholte Bluttransfusionen, bestimmte Lebererkrankungen oder seltene Formen von Anämie sein.

Die Symptome einer Eisenüberladung können vielfältig sein und sich langsam entwickeln. Frühsymptome können Müdigkeit, Gelenkschmerzen und Bauchschmerzen sein. Im weiteren Verlauf können Leberschäden (Zirrhose), Diabetes, Herzprobleme, Hautveränderungen und Impotenz auftreten. Oftmals werden die Symptome aber erst spät erkannt, da sie unspezifisch sind und auch bei anderen Erkrankungen auftreten können. Eine frühe Diagnose ist daher sehr wichtig.

Diagnose: Um eine Eisenüberladung festzustellen, werden in der Regel Blutuntersuchungen durchgeführt. Dabei werden der Eisenspiegel im Blut (Serum-Eisen), die Transferrinsättigung (ein Mass dafür, wie viel Eisen an das Transportprotein Transferrin gebunden ist) und das Ferritin (ein Speicherprotein für Eisen) gemessen. Erhöhte Werte dieser Parameter können auf eine Eisenüberladung hindeuten. Zusätzlich kann eine genetische Untersuchung durchgeführt werden, um die hereditäre Hämochromatose zu bestätigen. In manchen Fällen ist auch eine Leberbiopsie notwendig, um den Eisengehalt in der Leber zu bestimmen und den Grad der Leberschädigung zu beurteilen.

Behandlung: Die häufigste und effektivste Behandlungsmethode bei Eisenüberladung ist der Aderlass (Phlebotomie). Dabei wird dem Körper regelmässig Blut entnommen, um den Eisenspiegel zu senken. Wie oft und in welchen Abständen ein Aderlass durchgeführt werden muss, hängt von der Höhe des Eisenspiegels und dem Zustand des Patienten ab. Eine andere Behandlungsmöglichkeit ist die Einnahme von Chelatbildnern. Diese Medikamente binden das Eisen im Körper und ermöglichen es, dass es über den Urin ausgeschieden wird. Chelatbildner werden vor allem bei Patienten eingesetzt, bei denen ein Aderlass nicht möglich ist, zum Beispiel bei bestimmten Formen von Anämie.

Was kann man selbst tun? Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen. Menschen mit Eisenüberladung sollten den Konsum von eisenreichen Lebensmitteln (z.B. rotes Fleisch, Leber) einschränken. Vitamin C fördert die Eisenaufnahme, daher sollte man grosse Mengen vermeiden. Auch Alkohol kann die Eisenaufnahme erhöhen und die Leber schädigen, daher sollte man ihn meiden. Es ist wichtig, die Behandlungsempfehlungen des Arztes genau zu befolgen und regelmässig zur Kontrolle zu gehen.

Praktische Anwendung: Wenn Sie Familienmitglieder haben, bei denen Hämochromatose diagnostiziert wurde, sollten Sie sich selbst auf die genetische Veranlagung testen lassen. Achten Sie auf unspezifische Symptome wie Müdigkeit und Gelenkschmerzen und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken haben. Eine frühe Diagnose und Behandlung können schwere Komplikationen verhindern und die Lebensqualität deutlich verbessern. Denken Sie daran: Eisen ist wichtig, aber zu viel davon kann schaden!

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