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Zu Wem Gehörte Die Ddr Im Kalten Krieg


Zu Wem Gehörte Die Ddr Im Kalten Krieg

Die Frage "Zu Wem Gehörte Die DDR im Kalten Krieg?" ist komplex, aber im Kern geht es um die politische und wirtschaftliche Kontrolle über die Deutsche Demokratische Republik (DDR) während der Zeit des Kalten Krieges. Einfach gesagt: Die DDR "gehörte" faktisch dem Einflussbereich der Sowjetunion.

Die DDR, gegründet 1949, entstand in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Anders als die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen, die sich dem Kapitalismus und der Demokratie zuwandte, wurde die DDR ein sozialistischer Staat unter der Kontrolle der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Die SED wiederum war eng mit der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) verbunden.

Sowjetischer Einfluss in der DDR

Der sowjetische Einfluss auf die DDR war allgegenwärtig:

  • Politische Kontrolle: Die SED orientierte sich strikt an der Ideologie des Marxismus-Leninismus, wie er von der Sowjetunion interpretiert wurde. Wichtige politische Entscheidungen wurden oft in Abstimmung mit Moskau getroffen.
  • Militärische Präsenz: Die Sowjetische Armee war in der DDR stationiert und hatte einen bedeutenden Einfluss auf die innere und äußere Sicherheit des Landes. Die DDR war Mitglied des Warschauer Paktes, einem Militärbündnis unter Führung der Sowjetunion.
  • Wirtschaftliche Abhängigkeit: Die DDR war stark in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW oder Comecon) eingebunden, einem Wirtschaftsbündnis unter Führung der Sowjetunion. Dies bedeutete, dass ein Großteil des Handels der DDR mit anderen sozialistischen Staaten stattfand und sie wirtschaftlich von der Sowjetunion abhängig war.
  • Kultureller Einfluss: Sowjetische Kultur, Filme und Literatur wurden in der DDR gefördert, während westliche Einflüsse oft kritisiert oder zensiert wurden.

Kein Eigentum im klassischen Sinne

Es ist wichtig zu verstehen, dass die DDR nicht "im Besitz" der Sowjetunion war, wie ein Haus oder ein Auto. Es war eher eine Frage von Einfluss und Kontrolle. Die DDR hatte ihre eigene Regierung und Verwaltung, aber diese war in hohem Maße von der Sowjetunion abhängig und an deren Vorgaben gebunden.

Man könnte es sich so vorstellen: Ein kleines Kind, das von seinen Eltern stark beeinflusst wird. Das Kind hat seinen eigenen Willen, aber die Eltern haben einen großen Einfluss darauf, welche Entscheidungen es trifft und welchen Weg es einschlägt. Die Sowjetunion war in dieser Analogie die "Eltern" der DDR.

Die Bevölkerung der DDR

Die Menschen in der DDR hatten im Prinzip wenig bis keine Wahl in dem politischen System. Wahlbetrug und Unterdrückung der Meinungsfreiheit waren an der Tagesordnung. Es gab natürlich auch Bürger in der DDR, die das System unterstützten oder sich damit arrangierten. Viele andere träumten jedoch von einem Leben in Freiheit und Wohlstand, wie es im Westen möglich war. Die Berliner Mauer, die von 1961 bis 1989 stand, war ein sichtbares Symbol für die Teilung Deutschlands und die Beschränkungen des Lebens in der DDR.

Das Ende der DDR

Mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 und dem Zusammenbruch des Ostblocks verlor die Sowjetunion ihren Einfluss auf die DDR. Dies führte zur Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 1990. Die DDR hörte auf zu existieren und wurde Teil der Bundesrepublik Deutschland.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die DDR im Kalten Krieg zwar formal ein unabhängiger Staat war, aber faktisch stark vom Einfluss der Sowjetunion geprägt und kontrolliert wurde. Die Frage, "Zu Wem Gehörte Die DDR?", beantwortet man am besten mit dem Einflussbereich der Sowjetunion, der die politische, wirtschaftliche und militärische Ausrichtung des Landes maßgeblich bestimmte.

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