Zuviel Weisse Blutkörperchen Im Urin
Leukozyturie, oder zu viele weiße Blutkörperchen im Urin, ist ein Zustand, der auf eine Entzündung oder Infektion im Harntrakt hindeuten kann. Es bedeutet, dass dein Körper gegen etwas kämpft.
Was sind weiße Blutkörperchen? Sie sind ein wichtiger Teil deines Immunsystems. Sie helfen, Infektionen und Krankheiten zu bekämpfen. Normalerweise sind nur wenige weiße Blutkörperchen im Urin vorhanden. Eine erhöhte Anzahl deutet auf ein Problem hin.
Wie kommt es zu Leukozyturie? Verschiedene Faktoren können dazu führen. Die häufigste Ursache ist eine Harnwegsinfektion (HWI). Bakterien gelangen in die Harnröhre und wandern in die Blase. Dies führt zu einer Entzündung, und der Körper sendet weiße Blutkörperchen, um die Infektion zu bekämpfen.
Weitere mögliche Ursachen sind:
- Niereninfektionen: Eine HWI kann sich auf die Nieren ausbreiten.
- Blasenentzündung: Eine Entzündung der Blase, oft durch Bakterien verursacht.
- Sexuell übertragbare Infektionen (STIs): Chlamydien und Gonorrhö können Leukozyturie verursachen.
- Nierensteine: Steine können den Harntrakt reizen.
- Bestimmte Medikamente: Einige Medikamente können als Nebenwirkung Leukozyturie verursachen.
- Tumore: In seltenen Fällen können Tumore im Harntrakt Leukozyturie verursachen.
Wie wird Leukozyturie festgestellt? Der Zustand wird meist durch eine Urinuntersuchung entdeckt. Dabei wird eine Urinprobe auf verschiedene Bestandteile untersucht, einschließlich weißer Blutkörperchen. Dein Arzt kann eine Urinprobe anfordern, wenn du Symptome wie häufiges Wasserlassen, Schmerzen beim Wasserlassen, trüben Urin oder Bauchschmerzen hast.
Welche Symptome treten auf? Nicht jeder mit Leukozyturie hat Symptome. Wenn Symptome auftreten, hängen sie oft von der zugrunde liegenden Ursache ab. Bei einer HWI können die Symptome Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können, und Schmerzen im Unterbauch umfassen.
Wie wird Leukozyturie behandelt? Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Bei einer bakteriellen Infektion werden Antibiotika verschrieben. Bei Nierensteinen können Medikamente oder Operationen erforderlich sein. In einigen Fällen ist keine Behandlung notwendig, besonders wenn die Leukozyturie gering ist und keine Symptome vorliegen. Dein Arzt wird die beste Vorgehensweise für dich bestimmen.
Was kann ich selbst tun? Es gibt ein paar Dinge, die du tun kannst, um deine Harngesundheit zu fördern: Trinke ausreichend Wasser, um die Harnwege zu spülen. Entleere deine Blase regelmäßig und vollständig. Bei Frauen ist es wichtig, sich nach dem Toilettengang von vorne nach hinten abzuwischen, um die Ausbreitung von Bakterien zu verhindern. Sprich mit deinem Arzt, wenn du besorgt bist oder Symptome bemerkst.
Wichtig: Leukozyturie ist ein Symptom und keine Krankheit. Es ist wichtig, die Ursache zu finden und zu behandeln. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können Komplikationen verhindern. Konsultiere immer einen Arzt, um deine Symptome zu besprechen und eine angemessene Diagnose und Behandlung zu erhalten.
